Die Freistoßphasen

Freistöße laufen in drei Phasen ab, entsprechend muss das Freistoßtraining angelegt sein. Die erste Phase ist der Anlauf, die zweite Phase ist der Schuss und die dritte Phase ist der Ausschwung. Schon im Anlauf entscheidet sich, ob der Freistoß erfolgreich ist.

 

Die Wichtigkeit der richtigen Schusstechnik

Mit dem zum Schützen passenden Anlauf und mit der richtigen Schusstechnik, sind die Voraussetzungen geschaffen einen erfolgreichen Freistoß zu schießen. Zur richtigen Schusstechnik gehört es auch, dass der Ball vom Schützen entsprechend auch mit Effet geschossen werden kann. Dazu muss der Schütze sehr schräg zum Ball anlaufen und den Ball mit dem Innenspann treffe. Je näher der Schütze zum Tor steht, desto mehr Effet muss er dem Ball geben. Je größer die Distanz zum Tor ist, desto gerader und härter muss der Schütze mit dem Vollspann schießen.

 

Konkretes Freistoßtraining

Entsprechend kann das Freistoßtraining so aussehen: Der Spieler legt sich den Ball genau zurecht und konzentriert sich auf den bevorstehenden Freistoß. Der Spieler sollte seine Anlaufdistanz ganz genau ausmessen und entsprechend vom Ball genau drei Schritte schräg zurückgehen. Bevor der Spieler zum Ball läuft, sollte er sich noch einmal zum Tor orientieren, das bedeutet er sollte das Tor, den Torwart und seine Position, die Mauer aus Spielern vor sich und die Distanz zwischen Ball und Tor vor Augen haben und alles kurz vor Anlaufbeginn beobachten und abschätzen. Dann läuft der Spieler an und schaut dabei nur noch auf den Ball. Nur dadurch ist gewährleistet, dass er den Ball richtig treffen wird. Der Spieler holt unmittelbar vor dem Ball angekommen mit seinem Schussbein, den Armen sowie dem Oberkörper aus und trifft dabei den Ball mit dem Innenspann seitlich außerhalb des Ballzentrums. Nach dem Schuss schwingt der Spieler sein Schussbein in Spielrichtung aus, damit die Geschwindigkeit im Schussbein in Schussrichtung auslaufen kann.

 

Weitere Übungsvariationen

Es ist wichtig den Schuss per Effet zu üben. a) Eine Übung ist es, den Ball mit möglichst wenig Kontakten zu einem vorgegebenen Punkt (z.B. Torpfosten) zu schießen, zuerst kurze Distanzen, später auch größerer Entfernungen. b) Eine zweite Übung besteht darin, innerhalb eines Tores Zielflächen neben den Pfosten zu markieren. Vor dem Tor werden fünf verschiedene Schusspositionen in unterschiedlicher Distanz und verschiedenen Winkeln zum Tor markiert. Der Ball muss aus jeder Position genau in eine Zielfläche im Tor geschossen werden. c) Eine dritte Übung besteht darin sich eine Freistoßmauer zu bilden, entweder durch Markierungen oder aber durch mannshohe Dummies. Aus unterschiedlichen Distanzen gilt es über die Freistoßmauer hinweg ins Toreck zu schießen. d) Es gilt den Ball mit dem Innenspann zu treffen. Dabei sollte geachtet werden, dass der Fuß fixiert ist. Dies geschieht, indem die Fußspitze des Schützen zum Boden zeigt. Das Standbein wird seitlich leicht zurückversetzt hinter dem Ball aufgestellt, die Fußspitze zeigt zum Tor. e) Nach dem Schuss gilt es den Ausschwung nach dem Treffen des Balles auszuhalten und diesen nicht zu unterbrechen, da dieser ebenfalls noch zum Effet und zur Schusshärte des Schusses beiträgt. Das Schussbein sollte daher bis zur Streckung nach vorne ausgeschwenkt werden. Der Oberkörper sollte dabei vorwärts eingeknickt werden, um dem Schuss einen zusätzlichen Impuls zu geben.